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Und jetzt?

Zwei Monate ist es jetzt her, dass meine Familie mich in Frankfurt vom Flughafen abgeholt hat und ich wieder in Deutschland bin.
Zwei Monate die nicht immer einfach waren.

Ankuft in Frankfurt nach langer chaotischer Heimreise

Ich habe mir während meiner Zeit auf den Philippinen das ein oder andere mal ausgemalt, wie es wohl sein wird, wenn ich mich nach 11 Monaten von allem auf den Philippinen verabschieden muss und dann zurück nach Hause fliegen werde. Sicherlich würde ich alles mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge hinter mir lassen.
Das weinende Auge, weil ich das, was ich in dem fast ganzen Jahr kennenlernen durfte, zurücklassen muss und vor allem, weil ich die Kinder, die ich total ins Herz geschlossen habe, verabschieden muss.
Auf der anderen Seite das lachende Auge, weil ich mich auf zu Hause freuen würde, auf meine Familie, das Wiedersehen mit meinen Freunden und ein leckeres Käsebrot.

Alles kam aber anders und der Abschied war so, wie ich es mir nie hätte vorstellen können: Vier Monate früher als geplant, sehr überstürzt, mit vielen Einschränkungen und vor allem mit großer Enttäuschung, Wut, und teilweie auch Unverständnis verbunden.
Dazu kamen auch die Beschränkungen in Deutschland. Kein „großes“ Wiedersehen mit Freunden und Verwandten und vor allem kein normaler Alltag, wie ich ihn gewohnt war, bevor ich auf die Philippinen gegangen bin.
Im Allgemeinen waren es sehr ungewisse und ernüchternde Aussichten.

In den zwei Monaten, in denen ich jetzt schon hier bin, habe ich versucht, das Gute zu sehen und auf Gott zu vertrauen, dass ich auch hier die Zeit nutzen kann. An den meisten Tagen klappt das auch ganz gut. Aber es gibt durchaus auch Tage oder Momente, in denen mich Frust überkommt und ich mich frage, wieso ich gerade in Deutschland bin, obwohl ich doch geplant hatte, die letzten Monate auf den Philippinen noch in vollen Zügen zu genießen. Natürlich vermisse ich die Kinder, die ich in den letzten 7 Monaten kennen lernen durfte, die ich in mein Herz geschlossen habe und mit denen ich sehr viel Zeit verbracht habe: Ob „Hide and Seek“ spielen (Versteckverbrannt), ihnen beim Wäsche waschen helfen oder einfach nur mit ihnen reden und die Zeit genießen.
Auch die Sonne und das warme Wetter vermisse ich, obwohl es hier in letzter Zeit zum Glück auch oft sehr warm und sonnig war.
Die Gelassenheit, Freundlichkeit und sprudelnde Lebensfreude der Filipinos fehlen mir an vielen Tagen.
Und auf jeden Fall vermisse ich auch die Zeit mit meinem Team: die vielen Wizzardpartien, die gemeinsamen Serienmarathons oder einfach nur das Austauschen über den Tag, die Kinder oder alles mögliche andere.

Ich bin froh, dass ich an den meisten Tagen etwas zu tun habe und ich mich so auch hier sinnvoll fühle. Ob Zimmer streichen, einkaufen helfen für ein älteres Ehepaar, meine Familie mit Kuchen mästen oder ansonsten dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Es gibt an den meisten Tagen etwas zu tun.
Bald werde ich ein Praktikum in einem Altenheim absolvieren, dass ich für mein Physiotherapiestudium brauche, das ich hoffentlich ab Oktober beginnen kann.

Und jetzt möchte ich mich nocheinmal DANKE sagen:
Danke, dass ihr immer wieder gefragt habt, wie es mir geht und auch von euch berichtet habt!
Danke, dass ihr für mich gebetet habt!
Danke, dass ihr mich finanziell unterstützt habt!

Corona-Chaos

Das Wort „Chaos“ im Duden als „völliges Durcheinander“ beschrieben, beschreibt die letzten zwei Wochen hier sehr gut.

Nachdem wir mitbekommen hatten, dass immer mehr Freiwillige im Ausland aus ihrem Einsatzland ausreisen und zurück nach Deutschland gehen müssen, bekam auch ich so langsam Bedenken, ob letztens wirklich Halbzeit bei mir angesagt war oder ich nicht doch bald nach Hause reisen muss. Nach einigen Tagen Ungewissheit bekamen wir die Info, dass wir bei unsere Einsatzstelle bleiben dürfen, sofern wir, dass auch wollen.
Da die Lage auf den Philippinen sehr sicher scheint und es hier nur wenige Coronainfizierte gibt, besonders auf der Insel, auf der ich mich befinde, habe ich mich also dazu entschlossen hier zu bleiben. Auf der einen Seite, weil man hier das Coronavirus im Moment im Griff hat und vor allem natürlich, weil ich die Kinder, die ich total in mein Herz geschlossen habe, natürlich nicht verlassen möchte. Ich befand mich nun also auf der „sicheren Seite“ und ging davon aus, dass ich nun bis Mitte Juli bleiben dürfte.
Doch als ich am nächsten Morgen aufwachte, hatte sich die ganze Situation geändert. Wir hatten eine weitere E-Mail bekommen, in der uns mitgeteilt wurde, dass wir innerhalb der nächsten Tage nach Hause reisen sollen. So machten wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Flughafen, nachdem wir uns tränenreich und überstürzt so gut wie möglich von allen verabschiedet hatten. Am Flughafen angekommen erreichte uns dann die Nachricht, dass das Flugzeug mit dem wir fliegen hätten sollen nicht auf die Philippinen einreisen durften. Und so befanden wir uns einige Minuten später wieder auf dem Rückweg zu Christ for Asia.
Unsere Freude darüber hielt sich allerdings in Grenzen, da wir nicht wussten wann wir denn nun ausreisen würden und wir uns gerade auch erst von allen Kindern verabschiedet hatten.
Aktueller Stand ist nun, dass wir uns am Mittwoch noch einmal auf den Weg zu Flughafen machen und versuchen einen Platz in dem Flugzeug nach Deutschland zu bekommen. Allerdings können wir auch dann erst wieder vor Ort feststellen, ob wir uns wirklich auf den Weg nach Hause machen oder noch einmal zurückkehren.
Unter folgendem Link wird es immer wieder Updates über die Situation geben: http://maike.tichan.de (Nutzername: maike, Passwort: AteMaike).

Bis dort hin hoffe ich, dass die letzte Zeit mit den Kindern noch schöne wird, trotz dessen, dass wir kaum mehr das Bedürfniss haben zu den Kinder zu gehen. Es ist schwer, wenn man jetzt eine schöne Zeit mit den Kinder hat, denn wir wissen, dass wir bald gehen werden und es auch sehr verwirrend, weil wir uns ja jetzt schon einmal von ihnen verabschiedet haben. Ich kann die letzte Zeit hier nicht mehr wirklich genießen, da alles in mir nur noch ein großes Gefühlschaos ist.
Trotzdem hoffe ich, dass ich die schönen Momente mit den Kindern wertschätzen kann und es nicht all zu schmerzhaft ist, wenn ich Zeit mit den Mädchen verbringen.

Halbzeit

Die Zeit verliegt hier so schnell, dass jetzt schon die Hälfte meines Einsatzes hier auf den Philippinen vergangen ist. Und dieses halbe Jahr war von vielen neuen Eindrücken geprägt: da ist zum einen natürlich die neue Umgebung mit der philippinisch fröhlichen Kultur, die vielen neuen Menschen, denen man begegnet und auch ein ganz neuer Alltag:
statt wie noch vor einem Jahr selbst in die Schule zu gehen, schicke ich nun morgens die Kinder in die Schule und wenn sie von der Schule zurück kommen, rede, spiele und helfe ich ihnen, wenn sie Hilfe brauchen, anstatt wie zu Hause zum Sport zu gehen oder Hausaufgaben zu erledigen.

Auch habe ich hier oft sehr viel mehr freie Zeit als zu Hause, denn wenn ich nach einer Frühschicht um 14.00 Uhr fertig bin, habe ich danach meistens nichts mehr zu erledigen, außer vielleicht die Wäsche, selbstverständlich per Hand, zu waschen. So bin ich letztens mit einer anderen Person aus meinem Team und zwei Bibelschülern für einen Tag wandern gewesen, um einmal aus dem Trubel der Stadt heraus zu kommen. Erstmal mussten wir mit dem für die Philippinen typischen Verkehrsmittel „Jeepney“ aus der Stadt heraus fahren, damit wir in die Natur kommen. Und dann konnte es losgehen. Zum Glück war es an dem Tag mit 30 Grad nicht ganz so heiß und der Himmel war bedeckt. Und troztdem schwitze ich schon wenige Minuten nachdem wir los gelaufen waren, denn es ging ausschließlich in eine Richtung, und zwar: bergauf. Anfangs noch an mehreren kleinen Häusern, in unserem Sprachgebrauch „Hütten“, vorbei. Dort wurden wir immer sehr freundlich begrüßt und fasziniert durch unser europäisches Aussehen angestarrt. Danach wurden die Straßen so langsam zu Schotterwegen oder zeitweise zu einem Trampelpfad. Und auch die Anzahl der Personen, denen wir begegneten, wurde immer weniger. Dafür bekamen wir kurz vor dem Aussichtspunkt Begleitung von einem Hund, der uns nicht mehr von der Seite wich.
Nachdem wir uns auf dem Trampelpfad zu unserem Ziel dem „Grassland“ geschlagen hatten, erwartete uns dort eine wunderschöne Aussicht über Cebu City direkt unterhalb der Berge. Alle Anstrengungen hatten sich für diese Sicht und die atemberaubende Natur gelohnt, denn im Alltag sehen wir nicht so viel von der ganzen schönen Natur, die es hier gibt.
Einige Stunden, Gespräche und viele weitere Schritte später, kamen wir dann sehr müde wieder zu Hause an und ich schlief in darauffolgenden Nacht wie ein Baby.

Ansonsten ist hier unter der Woche im Moment eher geregelter Alltag, da die Kinder gerade keine Ferien haben. Deshalb wurde an jedem Samstag im Februar ein sogenanntes „Skillstraining“ angeboten. Es gibt dabei mehrere Angebote, in denen die Kinder etwas neues lernen können. Ein Angebot ist zum Beispiel, dass die Jungs lernen, wie man Haare schneidet. Aber sie sind nicht nur am Wochenende während des Workshops damit bestäftigt zu üben, sondern auch unter Woche. So kommt es in letzter Zeit oft vor, dass abends mehreren Leuten eine neue Frisur verpasst wird. Und das machen die Kinder nicht nur bei sich gegenseitig, sondern auch einer aus meinem Team hat diesen „Service“ schon in Anspruch genommen – und tatsächlich können die Jungs das ziemlich gut. Außerdem werden Projekte wie Nähen, Maniküre und ähnliches angeboten. Auch wir Inters bieten mehr oder weniger ein „Skillstraining“ an: wir basteln mit einigen der jüngeren Kinder. Uns geht es dabei mehr darum, dass die Kinder Spaß am basteln haben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können und nicht, dass das Erlernen von etwas neuem im Vordergrund steht. So haben wir bis jetzt mit den Kinder ganz viele Geburtstagskarten, sonstige Karten, kleine Schachteln, Faltherzen und Girlanden gebastelt. Und nicht nur die Mädels sind mit Herzblut bei der Sache dabei. Einige der kleinen Jungs, auch die, bei denen man das eher nicht denken würde, sitzen jeden Samstag hochkonzentriert am Tisch und kreieren wahre Meisterwerke. Es ist einfach schön zu sehen, wie sehr die Kinder sich schon über einfaches buntes Papier freuen. Alleine damit kann man ihnen eine riesen Freude bereiten, mal abgesehen von dem Glitzer, dass natürlich gerne eher in Massen als in Maßen eingesetzt wird. Aber so lange die Kinder glücklich sind und sich nicht wegen irgendeiner Kleinigkeit streiten, bin ich beeindruckt, zu sehen, wie kreativ einige von ihnen sind und wie motiviert sie bei der Sache dabei sind.

Allerdings wird mir jeden Samstag aufs Neue wieder bewusst, was für eine privilegierte Kindheit ich in Deutschland hatte und wie im Vergleich dazu die Kinder hier aufwachsen. Für mich war es selbstverständlich, dass wir immer buntes Papier, Kleber, Schere und darüber hinaus noch viel mehr Bastelsachen zu Hause hatten und ich eigentlich immer ohne großen Aufwand das basteln konnte, was ich wollte. Hier ist es manchmal schon schwer, die richtigen Sachen fürs Basteln zu finden. Aufkleber zum Beispiel sind hier sehr rar und auch einfache Fäden findet man in den Geschäften nur schwer. Jetzt am Samstag wollen wir mit den Kindern nämlich Armbänder knüpfen. An Fäden sind wir nur gekommen, da unser Guard, der aufpasst, dass niemand ungewünschtes hier rein kommt, oder jemand abhaut, in den letzten Wochen immer wieder Armbänder geknüpft hat und er noch Material übrig hat, dass er uns zur Verfügung stellt.
Natürlich bin ich auf der einen Seite sehr dankbar dafür, was für Privilegien ich in meiner Kindheit genießen konnte, doch macht es mich auch traurig zu sehen, dass solche Kleinigkeiten, wie eben zum Beispiel buntes Papier zur Verfügung zu haben, nicht überall Standard ist.
Auch einfache Spiele haben die Kinder nur sehr wenig. Nur wenn wir ein Spiel mit rüber nehmen, können die Jungs und Mädels auch mal mit Karten spielen. Da frage ich mich, wieso bei uns zu Hause Spiele oft unberührt in den Schränken stehen oder merke, wie absurd es doch ist, Ewigkeiten darüber diskutieren zu können, welches Spiel man denn nun spielen soll. Solche Kleinigkeiten fallen einem im Alltag in Deutschland natürlich nicht auf, aber hier, wo man den direkten Vergleich hat, wird einem so etwas schnell bewusst.
Darum habe ich mir vorgenommen, in den letzten paar Monaten, die noch vor mir liegen, auch an den Samstagen nach dem Februar regelmäßig mit den Kindern zu basteln oder öfter mit ihnen Spiele zu spielen. Denn für mich ist das normalerweise kein großer Aufwand. Und die Kinder beim Basteln und Spielen glücklich zu sehen, ist ein schöner Lohn.

Holpriger Start

Mein Start ins Jahr 2020 begann eigentlich sehr schön mit einem tollem Silvester, auch wenn es etwas anders als die letzten Jahre ablief: statt Raclette gab es Essen an einem asiatischen All-you-can-eat-Buffet, bei dem man sein Fleisch selber auf einem im Tisch integrierten Grill grillen konnte und es einen Schokobrunnen gab. Statt um Mitternacht auf der Straße auf das neue Jahr anzustoßen, schauten wir Freiwillige uns das Feuerwerk über Cebu City von einer Dachterasse bei CfA an und statt den Klassiker Dinner for One anzuschauen, bauten wir uns eine kleine, gemütliche Höhle auf der Terasse und schauten gemeinsam einen Film an.


Doch nach einem weiteren Arbeitstag, bekam ich am Samstag dem 04.01. mittags totale Kopfschmerzen, wie ich sie zuvor nie hatte. Deshalb dachte ich auch, dass ich bestimmt nur zu wenig getrunken hätte und es besser wird, wenn ich mich draußen eine Runde bewegen würde. Also ging ich mit Marie aus meinem Team raus und wir liefen eine Weile, kauften etwas Obst und ich hoffte, dass es besser wird. Doch als wir dann zurück kamen, zeigte das Fieberthermometer bei mir fast 40 Grad Fieber an. Die nächsten Tage verbrachte ich also mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen im Bett, telefonierte viel mit meiner Familie, die mich versuchte aus der Ferne etwas aufzumuntern und merkte, dass es mir tatsächlich noch nie so schlecht ging, wie zu diesem Zeitpunkt. Als nach einigen arbeitsfreien Tagen das Fieber nachließ, kam dann doch auch irgendwann der Gedanke auf, ob ich nicht Denguefieber haben könnte. Doch mir ging es verhältnismäßig wieder relativ gut, sodass wir dachten, dass es wahrscheinlich nur eine Grippe ist. Trotzdem wollten wir sicher gehen, dass wir richtig liegen, weshalb ich mittwochs zum Arzt musste, bei dem ich dann auf den Denguevirus getestet wurde.
Schon in Deutschland gehe ich nicht gerne zum Arzt oder lasse mir gerne Blut abnehmen, doch da bin ich immer ganz gut dran vorbei gekommen, denn wenn man eine Ärztin als Mutter hat, lässt sich der ein oder andere Arztbesuch gut verhindern (Danke Mama!).
Doch hier kam ich nicht drum herum und mir wurde also doch Blut abgenommen, was ich, nett ausgedrückt, natürlich nicht sonderlich angenehm fand. Vier Stunden später gab es dann die ernüchternde Nachricht: alle der 3 Denguetest hatten positiv ausgeschlagen, ich hatte also Denguefieber.

12 Stunden in der Notaufnahme

Das tropische Virus wird von einer bestimmten Stechmückenart übertragen und mich hatte wohl eine dieser gestochen und dabei das Virus übertragen. Da es bei dem Denguevirus zu inneren Blutungen kommen kann, musste ich am nächsten Tag ins Krankenhaus eingewiesen werden.
Nach mehr als 12 Stunden warten in der Notaufnahme bekam ich dann endlich ein Zimmer im Krankenhaus. In den darauffolgenden Tagen, bekam ich viele Infusionen, Medikamente und mir wurde jeden Tag Blut abgenommen, um die Anzahl meiner Blutplättchen zu überwachten. Diese kann nämlich so weit absinken, dass man eine Bluttransfusion benötigt. Zum Glück sind meine Blutplättchen nicht soweit abgesunken und relativ schnell wieder auf einen Wert angestiegen, bei dem man mich wieder entlassen konnte.
An die Zeit im Krankenhaus werde ich sicherlich nicht gerne zurückdenken, doch ich bin sehr dankbar, dass ich in dieser Zeit eine 24-Stunden Betreuung durch mein Team hatte, sie mir die Tage im Krankenhaus durch ihre Ablenkung erträglicher gemacht haben und mir sogar eine persönliche Sonnenscheinbox geschenkt haben. Danke!
Außerdem habe ich in den letzten Tagen besonders erfahren, wie stark doch die Kraft des Gebets ist. Ich glaube, dass noch nie so viel für mich gebetet wurde, wie in dieser Zeit und das ein oder andere Gebet auf jeden Fall erhört wurde. Ich war gerührt davon, wie viele Personen sich um gekümmert haben, an mich gedacht und vor allem für mich gebetet haben. Vielen Dank!

Sonnenscheinbox

Die letzten paar Tage und heute habe ich noch frei, bevor es dann morgen hoffentlich wieder los gehen kann mit der Arbeit. Dadurch, dass die meisten der Kinder aus den Kinderheimen über Silvester zu Hause bei ihren Familien waren und ich danach krank wurde, habe ich sie schon längere Zeit nicht mehr wirklich gesehen und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Wochen mit ihnen.

An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an alle die für mich gebetet haben, mir geschrieben haben, gefragt haben wie es mir geht und mir eine schnelle Genesung gewünscht haben. Ich bin dankbar zu wissen, dass ich zu Hause nicht in Vergessenheit gerate, sondern viele hinter mir stehen.
Ein besonderes Dankeschön auch noch mal an mein Team, dass die ganze Zeit für mich da war und sich um mich gekümmert hat und an meine Familie, die zu jeder Tageszeit erreichbar war und mich ermutigt und getröstet hat.

Teamwork gefordert

Maayong Pasko und frohe Weihnachten von den Philippinen!

In der letzten Zeit gab es hier bei Christ for Asia sehr viele Weihnachtsfeiern, denn wenn es hier auch nur einen kleinen Grund zum feiern gibt, wird direkt eine Party geschmissen. Und darin sind die Filipinos ziemlich gut! So hatten wir in letzter Zeit nicht nur viel Stress, sondern auch sehr viel Spaß und haben viel gelacht.
Eine dieser vielen Weihnachtsfeiern hat bei mir sehr viel Eindruck hinterlassen: von der Feedingchristmasparty möchte ich euch im Folgenden berichten.

Schon die letzten Wochen war das Outreachteam mit den Vorbereitungen für die Christmasparty der Straßenkinder von den täglichen Feedings beschäftigt. Denn eine Weihnachtsfeier für ungefähr 800 bis 900 Kinder bedeutet sehr viele Stunden Arbeit und Planung. Das heißt zum Beispiel, dass tausend Geschenke gekauft, verpackt, beschriftet und sortiert werden mussten.

mehrere hundert Kinder
Reis, Hähnchen und Nudeln

Am Tag selber wurde dann ab 3:00 Uhr angefangen Essen zu kochen. Und zwar, Überraschung: ganze 50 Kilo Reis, Hähnchen und Nudeln (ähnlich wie Glasnudeln). Und das musste danach einzeln mit noch einem Getränk verpackt werden, sodass wir schlussendlich 1000 Essen hatten.
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und die Kinder von den jeweiligen Feedingplätzen abgeholt wurden, ging dann das Programm los. Es wurden einige Spiele auf der Bühne gespielt, gesungen und getanzt. Und dabei standen sowohl die Kleinsten der Kleinsten, als auch einige Eltern vorne und haben mitgemacht. Außerdem gab es einen kurzen Input.

Nach dem kurzen Programm wurden die Kinder nach den Plätzen, von denen sie her kommen, eingeteilt. Dort gab es dann für jedes Kind ein Geschenk, bevor es dann ans Essen ging. Es war total schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder über die Kleinigkeiten und das Essen gefreut habe und auch darüber, dass wir mit ihnen gespielt haben.
Danach wurden die Kids nach und nach wieder nach Hause gefahren, was bei 800 bis 900 Kindern dementsprechend lang dauert. Das heißt, dass noch viel Zeit war, um mit den Kindern zu spielen, zu reden oder auch schon aufzuräumen.

und seine Schwester
Der kleine Junge

Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass ein Mädchen, dass von dem Feedingplatz kommt, den ich jeden Donnerstag besuche, immer wieder zu mir hingekommen ist und mit mir spielen wollte. So durfte ich mehrmals als Pferd oder auch als Klettergerüst für sie herhalten. Und auch ihren kleinen Bruder kenne ich schon von den wöchentlichen Feedings. Wenn ich ihn dort sehe, und auch dieses mal bei der Christmasparty, freue ich mich immer auf ihn, denn er lacht mich immer total fröhlich an und möchte von mir auf den Arm genommen werden oder hoch durch die Luft fliegen. Es ist jedes mal wieder total schön zu sehen, dass man die Kinder für den Moment so glücklich machen kann, wenn man ihnen einfach nur Aufmerksamkeit und Liebe schenkt. Und das nur dadurch, dass man sie durch die Gegend trägt, sie durch die Luft wirbelt oder kleine Klatschspielchen mit ihnen spielt. Und natürlich freue ich mich auch, dass mich die Kinder wiedererkennen und sich auf mich freuen.

Außerdem habe ich noch einmal gemerkt, wie war der Spruch „Teamwork makes the dream work“ doch ist. Und das hat sich durch den ganzen Tag gezogen. Schon als wir die 1000 Essen eingepackt haben, waren wir sehr viele Helfer und jeder von uns hatte nur eine Aufgabe: einige haben die Styroporboxen ausgelegt, andere haben sie befüllt, wieder andere haben sie geschlossen und so weiter. Dadurch war das Verpacken der 1000 Essen lange nicht so langwierig, als wenn jeder ein Essen immer selber fertig gestellt hätte, bevor der dann mit dem Nächsten begonnen hätten.
Und auch hinterher beim Aufräumen und Spülen waren wir zu mehreren, sodass der Großteil schon wieder sauber war, als die Kinder teilweise noch da waren und darauf gewartet haben, dass sie zurück nach Hause gefahren werden.

Bis zum nächsten Mal wünsche ich euch noch eine schöne Restweihnachtszeit und hoffe, dass ihr ein besinnliches Weihnachtsfest mit schöner Gemeinschaft verbringen konntet!

Ferienzeit

In den letzten 3 Monaten seit denen wir hier sind, ist einiges passiert. Wir haben viele Schichten im Kinderheim hinter uns, einige Feedings und auch einige Aktionen gehabt, da die Kinder in der Zwischenzeit eine Woche Ferien hatten.

In mitten der Ferien lag der Funday an dem die Kinder in verschiedenen Sportarten und Spielen gegeneinander antreten konnten. Über Volleyball und Badminton war bis hin zu Scrabble alles vertreten, so dass für jeden etwas dabei war. Außerdem wurden einige philippinischen Tänze aufgeführt und einige der Kinder haben gesungen, was hier eigentlich fast jeder total gut kann. Da wir Interns an diesem Tag jedoch frei hatten, waren wir nur beim Mittagessen in Form eines „Boodle Fights“ dabei. Bei diesem sogenannten „Boodle Fight“ wird eine lange Tafel mit Bananenblättern ausgelegt auf die dann in die Mitte das Essen gelegt wird, also wie immer ganz viel Reis, Hähnchen und eine Beilage. Auf ein Kommando hin beginnt dann Schulter an Schulter der „Kampf“ um das Essen. Hierbei werden selbstverständlich die Hände genutzt, denn Besteck würde verständlicher Weise stören. Den Reis mit den Händen zu essen muss geübt sein: Am Anfang wurde sich oft über uns Deutsche amüsiert bis wir den Dreh raus hatten.

Boodle Fight

Am Tag darauf ging es früh morgens mit allen Kindern und den Hauseltern los an den Strand. Nach wenigen Stunden in vollen Bussen mit den aufgeregten Kindern kamen wir also an einer wunderschönen Bucht am Meer an, wo wir auch einige Wochen zuvor schoneinmal einen Ausflug mit allen Hausmüttern hin gemacht haben. Trotzdem war ich noch einmal davon überwältigt, wie schön und vielfältig doch Gottes Schöpfung ist.

Ausflug ans Meer

Nach ein paar kleinen Spielen ist dann der Großteil der Kinder ins Wasser gegangen. Weil viele der Kinder nicht schwimmen können, hatte man, wenn man ins Wasser ging, von jetzt auf gleich auf einmal oft mehrer Kinder um sich herum, die sich an dir festgeklammert haben. Da musste ich oft aufpassen, dass ich nicht selber umfalle, weil ich das Gleichgewicht verloren hatte. Doch es war auch schön zu sehen, dass wenn man sich mit nur einem Kind beschäftigte und es festhielt, dieses immer mehr die Angst vor dem Wasser verlor und vertraute, dass es sicher bei einem ist. Später haben einige der kleinen Kids dann auch mit der Hilfe von uns Deutschen ihre ersten Schwimmveruche gewagt.

Am Tag darauf war die Educational-Tour angesagt, die zu Gardenia ging. Wir Interns sind erstmal davon ausgegangen, dass wir in einen wunderschönen Garten mit vielen verschiedenen Blumen und Sträuchern gehen und etwas über die verschiedenen Arten lernen. Leider dachten wir das nur und kurz bevor es losging wurde uns mitgeteilt, dass Gardenia eine Toastmarke ist und wir uns dementsprechend die Produktion von Toast ansehen werden. Doch trotzdem war der Tag total schön. Bevor wir in die Fabrik gingen, machten wir Lunchpause am Wasser und verbrachten dort einfach Zeit mit den Kindern: spielten, redeten und quatschen mit ihnen.
In der Toastfabrik selbst waren wir nicht wirklich lange, aber das fanden alle nicht so schlimm, denn es war hauptsächlich nur noch heißer und stickiger als es draußen sowieso schon ist. Trotzdem haben wir uns alle hinterher über das Toastsnackpaket gefreut, das wir bekommen haben.

Nach den Ferien fing dann für die Kids eine stressige Zeit an, da morgen das große Weihnachtsmusical ansteht. Das heißt tägliche Proben direkt nach der Schule, die auch sonst schon jeden Tag bis 16.00 Uhr geht. Dadurch waren die Kinder in letzter Zeit oft müde, sehr früh im Bett und auch morgens schwer zu wecken. Wenn man dann mal von vor allem den älteren Mädels angemotzt wird, sie einem nicht antworten, wenn man sie was fragt oder sie nicht in der Laune sind zu reden, ist es speziell für mich schwer, dass nicht an mich als Person heranzulassen. Dadurch war ich in letzter Zeit oft enttäuscht und entmutigt, weil ich doch merke, dass mich das angreift und ich oft den Grund bei mir gesucht habe, dass die Mädchen nicht so kommunikativ sind.
Gleichzeitig merke ich aber auch, wie die Beziehung vor allem zu den jüngeren Mädels immer besser wird und ich mich jedes mal total darauf freue, wenn ich bei ihnen eine Schicht habe und sie total in meinen Herz geschlossen habe.

Die nächste Zeit wird noch einmal etwas stressiger werden mit einigen Weihnachtsfeiern und den Ferien der Kindern. Doch auf der anderen Seite freue ich mich auch schon darauf, mit den Kids Aktionen zu machen, Weihnachten mit ihnen zu verbringen und bin gespannt was Gott alles in der Zeit mit mir vor hat.

An dieser Stelle noch ein herzliches Dank, an alle die mich finanziell und vor allem auch im Gebet unterstützen. Außerdem danke an jeden, der mir schreibt, fragt wie es mir geht oder einfach selbst etwas aus der Heimat erzählt.

Nehemia Homes

Maayong buntag!
Über einen Monat ist es jetzt schon her, dass ich auf den Philippinen angekommen bin und diese Zeit ging wahnsinnig schnell vorbei.
Wir haben viel Neues kennengelernt und erlebt, von dem ich euch jetzt berichten möchte.

Seit Anfang Oktober bin ich mit den anderen Interns im Schichtplan für die Kinderheime (Nehemia Homes) eingeteilt. In den zwei Kinderheimen leben hier im Moment 62 Jungs und Mädels im Alter von 5 bis 17 Jahren. Das Jungs-, sowie das Mädchenheim sind jeweils nochmal in zwei Familien mit Hauseltern unterteilt, sodass in jeder Family ca. 15 Kinder leben. Wir drei Internmädels arbeiten also in Family 3 (jüngere Mädels) und Family 4 (ältere Mädels) mit.
Im Großen und Ganzen gibt es hier zwei Schichten, in die wir eingeteilt werden: die Morgen-, und die Nachmittagsschicht. Diese sehen unter der Woche meist wie folgt aus:

Bei der Morgenschicht beginnt unser Tag damit, dass wir um 5.00 Uhr, meist mit müden Gesichtsausdrücken, in der Küche auftauchen und helfen, das Essen für die Kinder vorzubereiten, bevor wir sie dann wecken. Das Aufwecken ist oft sehr schwierig, denn wer wird schon gerne um 5.30 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Wenn wir es dann doch mal geschafft haben, die Mädels aus dem Bett zu bekommen, schauen wir, dass sie vor dem Frühstück noch ihre täglichen Workingassignments erledigen. Nach dem Essen schicken wir sie dann los in die Schule. Während die Kinder in der Schule sind, putzen wir noch einmal alles durch und dürfen dann Pause machen, frühstücken, haben ein Meeting mit dem Staff, den Hauseltern oder auch unseren wöchentlichen Internhauskreis.
In ihrer Mittagspause kommen die Kinder dann wieder zurück in die Heime, und wir essen mit ihnen zu Mittag. Das Mittagessen, bzw. generell jedes Essen – und ja, damit auch das Frühstück – besteht aus dem Hauptlebensmittel Reis mit einer Beilage, wie zum Beispiel Hähnchen.
Wenn die Kinder dann wieder in der Schule sind, schauen wir nochmal, dass alles sauber und ordentlich ist, bevor wir dann um 14.00 Uhr mit unserer Schicht fertig sind und den restlichen Tag Freizeit haben.

Die Nachmittagsschicht überschneidet sich teilweise mit der Morgenschicht und beginnt um 12.30 Uhr, kurz bevor die Kinder wieder in die Schule müssen. Bis die Mädels dann nachmittags wieder aus der Schule zurückkommen, arbeiten wir im Moment an der Dekoration für das Weihnachtsmusical, das die Kinder aufführen werden. Das heißt: wir schneiden ganz viele Kugeln und Sterne aus und dürfen diese dann schön weihnachtlich anmalen. Außerdem falten wir Herzen und Schneeflocken. Bald entstehen hoffentlich sechs schöne lange Girlanden, die dann beim Musical aufgehängt werden. Denn die Deko „im Publikum“ ist hier mindestens genauso wichtig wie die Kulisse selbst. Wenn dann die Kinder so langsam alle wieder von der Schule in den Heimen eintrudeln, beschäftigen wir uns dann mit ihnen. Wir spielen viel Uno, Memory und das hier beliebte „Slippergame“, eine Abwandlung von dem uns bekannten Spiel Brennball, nur eben mit Flip Flops und etwas anderen Regeln. Nachdem wir dann um 18.00 Uhr mit den Mädels zu Abend gegessen haben, findet in jeder Familie ein „Devotional“ statt, in der die Kinder sagen, für was sie dankbar sind, Lieder gesungen werden, eine kurze Andacht gehalten wird und wir abschließend gemeinsam beten.
Danach ist noch einmal Zeit um mit den Kindern zu reden, zu spielen und einfach für sie da zu sein, bevor wir sie dann um ca. 21.30 Uhr ins Bett bringen und unsere Schicht für diesen Tag dann auch vorbei ist.

Obwohl es manchmal herausfordernd sein kann, bei der Frühschicht so früh aufzustehen und sich dann zu motivieren, das ein oder andere mal mit dem Verhalten eines der Kinder klar zu kommen oder mit der philippinischen Arbeitsweise/Mentalität richtig umzugehen, geht es mir hier total gut. Es ist total schön, die Kinder besser kennenzulernen, zu erkennen was in ihnen steckt und auch zu sehen, wie sie sich oft auf uns freuen und fragen, wann wir denn das nächste Mal wieder bei ihnen „on duty“ sind. Man merkt, dass wir jetzt schon etwas länger da sind und ich persönlich freue mich jetzt schon darauf, zu sehen, was sich in den nächsten Monaten noch alles verändert und wie wir hier immer mehr ankommen werden.

Ganz viel Reis und noch mehr Schweiß!

Sonnenuntergang über den Wolken


Nach etlichen Stunden Flug mit Fisch zum Frühstück, einem dreistündigen Aufenthalt in Dubai und einem wunderschönen Sonnenuntergang kamen wir sechs Freiwilligen (Interns genannt) am 29.08. endlich in Cebu am Flughafen an.

Danach ging es nach einem kurzen Essenstopp durch den abenteurlichen philippinischen Verkehr zu Christ for Asia, wo wir direkt freudig von einigen Kindern begrüßt wurden.
Nach einer kurzen Internbegrüßung und -vorstellung konnten wir in den darauffolgenden Tagen immer wieder Zeit mit den Kindern aus den Kinderheimen verbringen und sind nun dabei, sie näher kennenzulernen und uns ihre Namen zu merken, was bei ca. 60 Kindern und den vielen Mitarbeitern ziemlich herausfordernd ist.

Mal kein Reis


Auch an das Klima und das Essen müssen wir uns noch gewöhnen, denn hier gilt so ungefähr das Motto: „Ganz viel Reis und noch mehr Schweiß“.
Bei jeder Mahlzeit gibt es hier Reis, nur für uns Interns wird eine Ausnahme gemacht – morgens fällt der Reis bei uns weg. Bei dem Klima wird bei uns jedoch leider keine Ausnahme gemacht. Wir schwitzen hier den ganzen Tag lang, außer wenn wir in ein klimatisiertes Einkaufszentrum flüchten.

Parallel zum Kennenlernen der Kinder hier bei Christ for Asia haben wir in den letzten Tagen auch noch ein Feeding miterlerbt, was auch Teil unseres Alltags sein wird. Nach einem Programm mit spielen, tanzen und singen wird an verschiedenen Orten Straßenkindern eine Mahlzeit ausgegeben.
Gerade wenn man in der Stadt ist oder bei den Feedings Zeit mit den Kindern verbringt , ist es herausfordernd zu sehen, wie arm hier viele Menschen sind, unter welchen Umständen sie leben und was für Privilegien wir in Deutschland genießen dürfen.
Trotzdem finde ich es immer schöner hier und freue mich schon darauf, was wir in der nächsten Zeit alles erleben werden und bin gespannt, was der Alltag mit sich bringt, wenn wir nächste Woche mit den richtigen Schichten im Kinderheim anfangen und die Kinder besser kennenlernen können.

Letzte Vorbereitungen

Bald geht es los! In weniger als 10 Tagen werde ich mich von Freunden und Familie verabschieden müssen, in den Flieger steigen und das Abenteuer kann beginnen!

Teams für die verschiedenen Länder

Die letzten 3 Wochen habe ich mich mit ca. 30 anderen Jugendlichen auf meinen Internationalen Jugend Freiwilligendienst (IJFD) vorbereitet. Jeder wird in eines von 10 verschiedenen Ländern, auf den verschiedenen Kontinenten verteilt, aufbrechen. Im Rahmen von zwei Seminaren haben wir hauptsächlich etwas über die verschiedenen Kulturen gelernt und wie man mit diesen umgeht. Darüber hinaus haben wir uns viel selbst reflektiert, uns unsere Stärken noch einmal bewusst gemacht und natürlich viele neue Leute und auch unser Team kennengelernt.

Team „Phillis“

Mit diesen 5 Personen werde ich das nächste Jahr gemeinsam auf den Philippinen bei Christ for Asia mithelfen. Wir verstehen uns alle super und freuen uns schon auf die gemeinsame Zeit miteinander und all das, was wir erleben und an Neuem kennenlernen werden.

Jetzt stehen noch letzte Vorbereitungen an, wie die letzte Impfung hinter mich bringen, die Koffer zu packen und mich dabei zu entscheiden, was mitkommt und was leider doch zu Hause bleiben muss und dann natürlich das Verabschieden von Freunden und Familie! Aber auch von den deutschen Standarts wie einer heißen Dusche und Waschmaschine muss ich mich verabschieden!

Im Allgemeinen freue ich mich aber total auf das Jahr, das vor mir liegt, auch wenn ich immer noch nicht so ganz realisiert habe, dass ich mich in weniger als 2 Wochen auf einem anderen Kontinent, in einer anderen Kultur und somit einem komplett neuen Umfeld wieder finden werde. Ich bin gespannt, die philippinischen Kinder, Gott und mich selbst in diesen 11 Monaten neu kennen lernen zu dürfen!