Zwei Monate ist es jetzt her, dass meine Familie mich in Frankfurt vom Flughafen abgeholt hat und ich wieder in Deutschland bin.
Zwei Monate die nicht immer einfach waren.

Ich habe mir während meiner Zeit auf den Philippinen das ein oder andere mal ausgemalt, wie es wohl sein wird, wenn ich mich nach 11 Monaten von allem auf den Philippinen verabschieden muss und dann zurück nach Hause fliegen werde. Sicherlich würde ich alles mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge hinter mir lassen.
Das weinende Auge, weil ich das, was ich in dem fast ganzen Jahr kennenlernen durfte, zurücklassen muss und vor allem, weil ich die Kinder, die ich total ins Herz geschlossen habe, verabschieden muss.
Auf der anderen Seite das lachende Auge, weil ich mich auf zu Hause freuen würde, auf meine Familie, das Wiedersehen mit meinen Freunden und ein leckeres Käsebrot.
Alles kam aber anders und der Abschied war so, wie ich es mir nie hätte vorstellen können: Vier Monate früher als geplant, sehr überstürzt, mit vielen Einschränkungen und vor allem mit großer Enttäuschung, Wut, und teilweie auch Unverständnis verbunden.
Dazu kamen auch die Beschränkungen in Deutschland. Kein „großes“ Wiedersehen mit Freunden und Verwandten und vor allem kein normaler Alltag, wie ich ihn gewohnt war, bevor ich auf die Philippinen gegangen bin.
Im Allgemeinen waren es sehr ungewisse und ernüchternde Aussichten.

In den zwei Monaten, in denen ich jetzt schon hier bin, habe ich versucht, das Gute zu sehen und auf Gott zu vertrauen, dass ich auch hier die Zeit nutzen kann. An den meisten Tagen klappt das auch ganz gut. Aber es gibt durchaus auch Tage oder Momente, in denen mich Frust überkommt und ich mich frage, wieso ich gerade in Deutschland bin, obwohl ich doch geplant hatte, die letzten Monate auf den Philippinen noch in vollen Zügen zu genießen. Natürlich vermisse ich die Kinder, die ich in den letzten 7 Monaten kennen lernen durfte, die ich in mein Herz geschlossen habe und mit denen ich sehr viel Zeit verbracht habe: Ob „Hide and Seek“ spielen (Versteckverbrannt), ihnen beim Wäsche waschen helfen oder einfach nur mit ihnen reden und die Zeit genießen.
Auch die Sonne und das warme Wetter vermisse ich, obwohl es hier in letzter Zeit zum Glück auch oft sehr warm und sonnig war.
Die Gelassenheit, Freundlichkeit und sprudelnde Lebensfreude der Filipinos fehlen mir an vielen Tagen.
Und auf jeden Fall vermisse ich auch die Zeit mit meinem Team: die vielen Wizzardpartien, die gemeinsamen Serienmarathons oder einfach nur das Austauschen über den Tag, die Kinder oder alles mögliche andere.
Ich bin froh, dass ich an den meisten Tagen etwas zu tun habe und ich mich so auch hier sinnvoll fühle. Ob Zimmer streichen, einkaufen helfen für ein älteres Ehepaar, meine Familie mit Kuchen mästen oder ansonsten dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Es gibt an den meisten Tagen etwas zu tun.
Bald werde ich ein Praktikum in einem Altenheim absolvieren, dass ich für mein Physiotherapiestudium brauche, das ich hoffentlich ab Oktober beginnen kann.
Und jetzt möchte ich mich nocheinmal DANKE sagen:
Danke, dass ihr immer wieder gefragt habt, wie es mir geht und auch von euch berichtet habt!
Danke, dass ihr für mich gebetet habt!
Danke, dass ihr mich finanziell unterstützt habt!



















